Torpedobatterie Kaholmen
(3 * 45cm)
MKB 2./501 Oskarsborg
3 * 28cm Krupp
Schussweite 20 000m
Der geschichtliche Hintergrund
Der Drøbaksundet bietet eine natürliche Fjordenge die sich hervorragend zur Verteidigung des Oslofjordes eignet. Christian IV ließ während seiner Amtszeit schon 1643 die Insel Kaholmene befestigen. Im 16. und 17 Jahrhundert während der dänisch-norwegisch und schwedischen Kriege wurden diese Befestigungen permanent weiter ausgebaut.
Ab 1830 wurde die ‘Idee’ die später zu Oscasborg wurde, diskutiert. Der erste Bauabschnitt wurde am 20. November 1848 vollendet, im Dezember 1852 wurden die restlichen Geschütze dann im Hauptfort aufgestellt. 1853 wurden die Bauarbeiten abgeschlossen. Der Name Oscarsborg wurde nun während des Besuchs Königs Oscar I am 23 August 1855 der Insel Kaholmene gegeben.

Moderne Befestigung
Nach der Fertigstellung war Oscarsborg Nordeuropas modernste Festung. Aber diese Zustand hielt nur kurz an. Schon 1864 war Oscarsborg veraltet. Die Entwicklung der Artillerie hatte große Entwicklungsschritte gemacht. Das alte Fort war dem Fjord zugewandt, und konnte somit schnell umsegelt werden, und leicht von hinten angegriffen werden. Es wurde 1880 mit der Modernisierung und Bau der Haupt- und Ostbatterie begonnen, ausgestattet in der Hauptbatterie mit 3*28cm L/40, sowie 30,5cm L/22 Krupp Geschützen, sowie in der Ostbatterie 3*26,7cm RML Armstrong Geschützen.1890 wurde dann der Bau einer Torpedobatterie beschlossen. Diese wurde 1901 fertig gestellt.
Die Versenkung der Blücher
1940 hatte Oscarsborg seine erste wirkliche „Prüfung“ während des deutschen Angriffs auf Norwegen ( Operation Weserübung). Die Versenkung des schweren Kreuzers Blücher war einer der schwersten Verluste auf deutscher Seite bei dieser Operation. Ca. 320 Soldaten starben bei dem Schiffsuntergang.
Während des 2.WK wurde Oscarsborg in die deutsche Küstenverteidigung des Atlantikwalls übernommen.
Nach dem 2. WK
Nach dem Krieg wurde die Insel stetig weiter modernisiert. Bis 1995 war die Insel noch aktives Militärgelände
Heute findet man auf der gesamten Insel Befestigungen vom 17 bis 21 Jahrhundert einträchtig nebeneinander vor.
Heute
Heute fahren ab Drøbak (Hafenstädtchen auf der Ostseite des Fjordes gegenüber von Oscarsborg) rund ums Jahr Personenfähren auf die Insel.
Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene (inkl. Fähre und Museum) 65NOK (ca. 8 €)
Die Abfahrtszeiten:
Von Drøbak (Sjøtorget) via Sundbrygga nach Oscarsborg
09:00 -- 10:00 -- 12:00 -- 13:00 -- 14:00 -- 15:30 -- 16:00 -- 17:00 -- 18:30 -- 20:00 -- 21:30 -- 22:00 -- 23:00 -- 24:00
Von Oscarsborg nach Drøbak:
09:45 -- 11:45 -- 12:45 -- 13:45 -- 15:20 -- 15:45 -- 16:45 -- 17:45 -- 19:45 -- 21:15 -- 21:45 -- 22:45 -- 23:45 -- 00:30 -- 01:00

Karte der Festungsinsel :
01 - Torpedobatterie
02 - Nordfort
03 - 0st-Batterie(Armstrong Geschütze)
04 - Ost-Strandbatterie
05 - Hauptfort
06 - Hauptbatterie (Krupp Geschütze)
07 - 2*10,5cmSKC/32
1 - Torpedobatterie
Die Torpedobatterie ist auch heute noch nur nach Voranmeldung zu besichtigen. Die Besonderheit hier : Nur der Feuerleitstand der Batterie ist von außen zu sehen. Die Abschussanlage der Torpedos liegt unter der Wasserlinie. Verwendet wurden 45cm Torpedorohre.
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2 - Das Nordfort
Im Nordfort befindet sich heute ein Bühne für Vorträge, Theater und Kultur.
3 - Ost-Batterie (Armstrong Geschütze)
Es sind alle drei 26,7cm RML Armstrong Geschütze offen aufgestellt worden.
4 - Ost-Strandbatterie
Auch dieser Teil der Festung ist offen und für jeden Besucher frei begehbar.
5 Das Hauptfort
Im ehemaligen Hauptfort befinden sich heute Verwaltungsgebäude sowie das Museum der Festungsinsel Oscarsborg und das Küstenartilleriemuseum. Das Küstenartilleriemuseum befasst sich mit der modernen norwegischen
Küstenverteidigung von 1930 bis heute.
[Anmerkung : Diese Ausstellung ist eine der Besten und Vollständigsten zum Thema Küstenverteidigung, die ich bis heute gesehen habe! ]
6 - Hauptbatterie (Krupp Geschütze)
Erhalten geblieben sind hier 3*28cm L/40, sowie 1*30,5cm L/22 Krupp-Geschütze. Auch diese Batterie ist frei begehbar und ist das Highlight der Batterie. Zwischen den Geschützen befinden sich moderne norwegische Flakbettungen sowie ein Leitstand und eine moderne Radaranlage ( Alles Modernisierungen nach dem 2. WK ).
7 - Südbatterie
Hier wurden zur Modernisierung zwei deutsche SKC/32 Geschütze unter ihren Drehhauben (von schweren Flakbatterien bekannt) in norwegische Bettung montiert und neu abgetarnt. Die Geschütze sind nur von außen zu besichtigen.